Kulturelles Gedächtnis und Literatur – Transnationale Erinnerung im Ruhrgebiet
Lesung & Gespräch mit Nesrin Tanç
Do, 17. September 2026, 18 Uhr
Zentrum für Erinnerungskultur
Ort: Tarık-Turhan-Galerie, Zentrum für Erinnerungskultur, Karmelplatz 5, Duisburg
Nesrin Tanç begibt sich auf die Spuren türkischer Schriftsteller*innen in Deutschland. Im September 2025 ist ihr Buch erschienen, in dem sie sich mit der Kultur- und Literaturgeschichte türkischer Schriftsteller*innen im Ruhrgebiet beschäftigt. Gleichzeitig zeigt sie die vielfältigen Verbindungen zwischen der Türkei und Deutschland.
Mit ihrer Kultur- und Literaturforschung möchte Tanç diese Verbindungen sichtbar machen. Dabei stellt sie auch die bisherigen Grenzen der Literatur- und Kulturgeschichte infrage. Gehört türkischsprachige Literatur zur Ruhrgebietsliteratur? Diese Frage wird bis heute diskutiert oft unter Begriffen wie „Interkulturalität“ oder „interkulturelle Germanistik“.
In ihrem Buch beschäftigt sich Tanç unter anderem mit den Werken von Emine Sevgi Özdamar, Fakir Baykurt und Kemal Yalçın. Sie versteht deren Literatur nicht einfach als anatolische Literatur aus dem Ruhrgebiet, sondern als Teil einer größeren literarischen und kulturellen Geschichte, die über Ländergrenzen hinweg reicht und im Zusammenhang mit Weltliteratur betrachtet werden kann.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Über die Autorin:
Nesrin Tanç ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsstelle »Curating Digital Objects of Cultural Knowledge and Memory« am College for Social Science and Humanities der Universitätsallianz Ruhr. Sie ist Mitbegründerin der Kunst- und Kulturstudien Duisburg (KuKstDu). Mit ihrer wissenschaftlich-künstlerischen Tätigkeit leistet sie bedeutende Arbeit, indem sie über die türkisch- und deutschsprachige Literatur hinaus bisher unerfasste Nachlässe, private Archive, Zeitzeug*innenberichte und Dokumente als Quellen nutzt.
Foto Titelbild: Nesrin Tanç, © Fatih Kurçeren
Buchcover: transcript





